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FASZINIERENDES - AUS DER WELT DER SPIELE

Das Spiel fasziniert die Menschen seit eh und je. So hat laut der griechischen Mythologie bereits der Gott Hermes das Würfelspiel erfunden. Aber nicht nur das, auch die Kunst, daraus zu weissagen wird dem Sohn des Zeus zugeschrieben. Im alten Ägypten sollen die ersten Kartenspiele aus Papyrus entstanden sein, um damit zu orakeln. Und vom Vorgänger des heutigen Bingo, dem Keno, wird gesagt, dass es über 3000 Jahre alt sei und aus China stamme. Es wurde erfunden, um den Bau der Chinesischen Mauer zu finanzieren.

Es folgten sodann die Götter des Glücksspiels, Feldherren, die ihre Kriegsstrategien vom Ausgang eines Spiels abhängig machten und königliche Lotto-Generaldirektionen. Bestimmt waren die Glücksspiele in frühgeschichtlicher Zeit meist von der Magie. Denn durch den Wurf eines Loses oder eines Würfels versuchten die Menschen den Willen der Götter zu ermitteln.

Auf die Sklaverei gesetzt
Seit es Spiele gibt, haben die Menschen um Sachwerte, später um Geld gewettet. Immer ging es dabei um den Nervenkitzel, darum, das scheinbar unüberwindbare Schicksal zu korrigieren und die Glücksgöttin Fortuna herauszufordern. Es entwickelten sich nicht nur die Formen des Glücksspiels kontinuierlich weiter, sondern auch die Einsätze. Die alten Germanen setzten Weib und Kind, schliesslich sich selber aufs Spiel und endeten vereinzelt sogar in der Sklaverei. Heute leidet – zum Glück und trotz Pech – nur noch das Portemonnaie unter einer verlorenen Wette.

Des Teufels Hand im Spiel
Im Mittelalter wurde das Glücksspiel – wie so manches – zum Spielball zwischen fortschreitender Aufklärung und der erzkonservativen Haltung von Moralisten und der Kirche. Lange war das Spielen verpönt, zwischendurch verboten, aber immer galt es als gotteslästerlich. Bis mehr und mehr Könige und Staatsmänner die Möglichkeit entdeckten, mit den Glücksspielen enorme Steuereinnahmen zu verzeichnen. Sie besserten damit ihren Haushalt auf, erbauten Kirchen, gründeten Universitäten, bekämpften Seuchen oder aber finanzierten Kriege.

Nach und nach wurden zwischenzeitliche Verbote aufgehoben oder aufgeweicht. So war auch die Spielerlaubnis im 17. Jahrhundert in Italien eine Kapitulation vor dem menschlichen Bedürfnis, zu spielen.

Lotto und die Demokratie
Im Mittelalter waren Lotterien sehr beliebt. Es sollen Formen des heutigen Zahlenlottos mit Geldauszahlungen schon seit 1530 in Italien und ab 1569 in England angeboten worden sein. Die heute gebräuchliche Form des Lottos wurde 1620 in Genua erfunden. Bereits damals hatte die italienische Politik einen leichten „Casino-Charakter“, wurden doch als besondere Form der „Demokratie“ politische Entscheidungen mit Hilfe des Lottos getroffen. Bei der so genannten Ziehung 5 aus 90 wurden aus 90 Kandidaten 5 Ratsherren gewählt. Aus dem politischen Wahlprinzip entwickelte sich sodann das Wettspiel und das Glücksspiel Lotto war geboren.

Die Spielcasinos entstehen
In den Spielcasinos des 18. Jahrhunderts spielte man hauptsächlich mit Karten und Würfeln. Das bekannteste und beliebteste Glücksspiel zu jener Zeit war Pharao, eine Wette auf die nächste erscheinende Karte. Das Kartenspiel Trente-et-un war im 19. Jahrhundert das geläufigste Casino-Spiel, ihm folgte Vingt-et-un, das heutige Black Jack. Schliesslich hielt das Roulette Einzug in die Spielbanken und bis heute ist der Roulette-Kessel das Symbol des Glücksspiels.

Im Westen viel Neues
Mit der Entwicklung und Produktion der ersten Geldspielautomaten zu Beginn des 20. Jahrhunderts in den Vereinigten Staaten von Amerika, folgte auch der Siegeszug der „Einarmigen Banditen“. Das Prinzip des Automatenspiels ist einfach und wohl deshalb so erfolgreich. Auf drei sich drehenden Walzen befinden sich 20 verschiedene Symbole. Diese Walzen werden mit Hilfe eines seitlichen Hebels, Handle genannt, in Bewegung gesetzt und per Zufall gestoppt. Erscheinen gleiche Symbole nebeneinander, hat der Spieler gewonnen und bekommt den Gewinn ausgezahlt oder auf dem Zähler gutgeschrieben.

Das ursprüngliche Konzept der Spielautomaten ist bis heute erhalten geblieben. Wohl werden die Walzen zunehmend durch Prozessoren gesteuert und die Mechanik wird von Videoanzeigen verdrängt. In modernen Automatenspielsälen finden sich elektronische Roulette-Spiele, Pferderennen und Spielautomaten mit hochwertigen Video-Animationen. Einzelne Geräte werden gar miteinander vernetzt und bauen attraktive Jackpots auf. Doch all dem zum Trotz sorgt ein Detail in den Automatenspielsälen bis heute für die leidenschaftlichsten Gefühle – das Scheppern der Münzen bei der Gewinnauszahlung.